Kalter Hund

Ein frohes Neues Jahr wünsche ich Euch! Die Feiertage sind  vorbei, der Urlaub auch, jetzt wird es Zeit für einen neuen Artikel.

Ich hoffe, Eure Neujahrsvorsätze beinhalten keine Diät, denn heute wird es reichhaltig: Wir machen einen „Kalten Hund“. Dieser gleichsam einfache wie köstliche Genuss aus Omas Zeiten ist je nach Zubereitungsart schnell bis superschnell gemacht und unheimlich lecker…

Zutaten:

100 g Sahne
50 g Kakaopulver
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
200 g dunkel Schokolade
250 g Kokosfett
ca. 200 – 300 g Butterkekse

(Für dieses Rezept habe ich mich von diesem Rezept ohne Ei inspirieren lassen, allerdings wie immer mit Variationen: http://www.backina.de/kalter-hund-mit-und-ohne-ei/)

Bei mir fängt die Zubereitung mit dem Backen der Kekse an. Wer schon häufiger Rezepte von mir gelesen hat, weiß, dass in diesem Haushalt allergiebedingt so gut wie nur glutenfrei gegessen wird und auch nur sehr wenige Milchprodukte. Da die glutenfreien Butterkekse, die ich kenne, Milchpulver enthalten (warum nur???!), habe ich die Kekse kurzerhand selbst gebacken. Dafür habe ich das Keksrezept verwendet, das ich Euch schon im Adventskalender vorgestellt habe. So sah es aus:

Ich habe versucht, Kekse in der Größe meiner Kuchenform auszustechen, aber wie man sehen kann, sind die ersten schon gleich zerbrochen. Ich schrieb ja schon in dem Rezept, dass diese Kekse wirklich sehr mürbe sind und damit absolut nicht transportfähig. Das bezieht sich bei dieser Größe auch schon auf den Transport vom Blech auf das Abkühlgitter… Aber das macht ja nichts, die Kekse verschwinden ja nachher in der Schokolade.

Jetzt kommt die Schokomasse. Meine Oma hat die früher auch ganz klassisch mit rohem Ei, Kaffeepulver und Palmin gemacht, hier gibt es heute wieder die Kleinkindfreundliche und einigermaßen ökologisch verträgliche Variante mit Kokosfett und ohne die anderen beiden Sachen. Die Zubereitung ist sehr einfach: Ihr setzt eine Schüssel ins Wasserbad, lasst Schokolade und Kokosfett schmelzen (nicht zu heiß werden lassen, sonst trennt sich die Schokolade!), dann kommen die anderen Zutaten hinein und alles wird schön miteinander verrührt. Puderzucker und Kakaopulver würde ich das nächste Mal hineinsieben, denn wie Ihr sehen könnt, sind bei mir ein paar Zuckerklümpchen drin geblieben. Das ist für den Geschmack nicht schlimm, ohne sieht aber vielleicht noch hübscher aus.

Es ist auch wichtig, dass kein Wasser in die Masse kommt, denn sonst bilden sich auch Klumpen. Und keine Sorge: Es wird am Ende fest, auch wenn ich weniger als die Hälfte der im anderen Rezept angegebenen Schokolade verwendet habe! Der Kühlschrank (oder bei diesen Temperaturen auch der Balkon) sorgt dafür.

Nun legt Ihr eine Kastenform mit Frischhaltefolie aus. Ich habe die Folie an den Rändern mit Wäschenklammern fixiert, damit sie nicht herunterrutschen und dann alles durcheinander kommt. Dann wird der Boden mit ein wenig Schokoladencreme bedeckt. Mit einer Suppenkelle geht das ganz prima.

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Und nun wird geschichtet: Kekse drauf, wieder Schokoladencreme, Kekse, Schokoladencreme,… Die letzte Schicht ist dann wieder Schokolade.

Und da seht Ihr auch die Puderzuckerklümpchen… Wer aber gern ein wenig mehr „Crunch“ drin haben möchte, könnte stattdessen Mandeln hineingeben. Oder auch Cranberries, Rosinen oder was auch immer Euch einfällt. Die Masse lässt sich bestimmt geschmacklich auch noch variieren, so wie bei den selbst gemachten Trüffeln. Probiert einfach aus, was Euch schmeckt!

Meine Oma hat es sich übrigens noch einfacher gemacht: Sie hat die Butterkekse einfach etwas zerkrümelt und unter die Masse gerührt. Das Ergebnis sah dann einfach mehr nach Leopard als nach Tiger aus, auch eine schöne Version und noch weniger Arbeit.

Nun kommt die gefüllte Form in den Kühlschrank und muss dort ein paar Stunden stehen, bis alles fest geworden ist. Bei den niedrigen Temperaturen, die bei uns gerade herrschen, würde ich ihn vielleicht sogar auf den Balkon stellen, dann geht es noch schneller. Am einfachsten ist es, wenn man den Kuchen abends vorbereitet, über Nacht wird er auf jeden Fall fest. Meine Zubereitung endet aus pragmatischen Gründen mal wieder hier. So sieht das Ergebnis aus:

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Wie Ihr seht, hat sich die Kuchenform abgezeichnet. Wenn er nun für Besuch wäre und nicht nur für die Familie, würde ich ihn vermutlich auch noch ein bisschen verzieren, wie es in dem anderen Rezept vorgeschlagen wird. Die Mini-Version könnte Puderzucker oder Kakao sein. Aber bei uns hat sich das nicht gelohnt, denn der Kuchen ist heute – nach nur vier Tagen – schon fast komplett verschwunden. Und das, obwohl man wirklich höchstens ein oder zwei Stücke auf einmal schafft, bevor man sich überfressen hat… 🙂

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen und guten Appetit!

Eure Catrin Grobbin

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